03.07.2018

von B° RB

Blütenmeer im Nürnberger Land

Das 80. Blumenfest in Röthenbach am 26. August

Flora, die Blumenkönigin des Röthenbacher Gartenbauvereins, auf ihrem Thron

Jeden letzten Sonntag im August gibt es an der Pegnitz gleich zwei Gründe zum Feiern: Die örtliche Kirchweih und eines der größten Blumenfeste im mitteleuropäischen Raum.

Am 26. August dreht sich in Röthenbach an der Pegnitz alles um die Dahlie. Beim 80. Blumenfest, zu dem zehntausende Zuschauer erwartet werden. Jährlich rollen ab 14 Uhr über 20 Festwagen durch das beschauliche, mittelfränkische Städtchen; geschmückt mit Motiven, die insgesamt aus einer halben Million Blüten bestehen. Von lebensgroßen Turnierrittern über Weltkugeln, Fußballspieler oder Comic-Helden, bis zu überdimensionalen Star-Wars-Figuren: Die teilnehmenden Vereine überraschen mit immer neuen Kreationen und gestalten eine kunterbunte Parade. Dazu spielen Blaskapellen und örtliche Musikanten, die nach dem Umzug den gemütlichen Teil einleiten. Übrigens: Am selben Tag wird in Röthenbach auch Kirchweih gefeiert. Eine lange, über die Grenzen des Nürnberger Landes bekannte Tradition

Den Anfang macht ein Polizeiauto mit blütenbesetzter Uniformmütze auf dem Kühler. Es folgen Go-Karts, die den Blumenschmuck bis in die Felgen tragen. Dann rollt der Wagen mit Flora, der amtierenden Blumenkönigin, ins Blickfeld. Dahinter Fuhrwerke verschiedenster Gattungen. „Allen gemeinsam sind nur die teils riesigen, aus Dahlien zusammengesetzten Motive, die ihre Transportflächen zieren“, sagt Marion Stiegler vom Kulturamt Röthenbach an der Pegnitz. Mehr als 500.000 Blüten werden benötigt, um den von langer Hand geplanten Kunstwerken Gestalt zu verleihen.

„Der Umzug ist wunderschön anzuschauen“, so Stiegler, „kunterbunt und unglaublich reich an Ideen.“ Die meisten regionalen Vereine machen mit und denken sich von Jahr zu Jahr spektakulärere Figuren aus. Dazwischen marschieren Musik- und Tanzgruppen, die den Korso auflockern. Ziel dabei ist es, Zuschauer und Jury gleichermaßen zu begeistern. Direkt nach dem Umzug verkünden die Sachverständigen ihr Urteil, das salomonisch ausschließlich erste und zweite Plätze vergibt.

So können anschließend alle zusammen das gesellige Kirchweih-Fest feiern, das in Röthenbach traditionell mit dem Blumenfest einhergeht. Neben regionalen Köstlichkeiten wie Bier, Bratwürsten und Schmalzgebäck sorgen vielfältige Musikeinlagen für Unterhaltung und wer mag, schlendert noch einmal ganz gemütlich durch die geschmückten Parade-Wagen und genießt die sagenhafte Blütenpracht, die die Röthenbacher Veranstaltung ob ihrer Schönheit zu einem der größten Blumenfeste im mitteleuropäischen Raum macht.

Über das Nürnberger Land

Das Nürnberger Land repräsentiert als Tourismusmarke die 27 Städte und Gemeinden, die sich gen Osten zwischen die namensgebende fränkische Metropole und die Oberpfalz schmiegen. Die Region erstreckt sich von Neuhaus an der Pegnitz im Norden über die Fränkische Alb bis nach Burgthann im Süden. Der Naturraum Nördlicher Frankenjura, das Pegnitztal oder die schier endlos scheinenden Kiefern-, Buchen- und Mischwälder bieten stadtnahe Erholungsmöglichkeiten – ebenso wie die zahlreichen, verwunschenen Gewässer, die die Landschaft als blaue Bänder und Punkte schmücken. Der höchste Punkt der Mittelgebirgsregion liegt auf dem Hohenstein (633m). 

Hier befindet sich eine Burganlage mit mittelalterlicher Substanz, die besichtigt werden kann. Egal ob zum Wandern, Radfahren oder einfach zum Entspannen, sämtliche Aktivitäten im Nürnberger Land werden durch die außergewöhnliche kulturelle und kulinarische Vielfalt bereichert.

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