08.03.2014

von B° AG

(Quelle: NÜRNBERGER LAND (LRA))

Sanierungsarbeiten auf Burg Hohenstein gehen voran

Im sogenannten „Langhaus“ der Burg Hohenstein sind Sanierungsarbeiten in vollem Gang. Landrat Armin Kroder informierte sich bei einem Baustellenbesuch auf der Burg über die
aktuelle Sachlage.


In Begleitung von Kirchensittenbachs Bürgermeister Peter Stief und dem
Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Georg Maul mit seiner Frau
Gertraud informierte sich Kroder über Umfang, Baufortschritt und Planung
der Arbeiten im Inneren der Burg. Unter der fachkundigen Leitung von
Architektin Marisia Conn und Restaurator Claus Giersch wurden die
besonderen Herausforderungen der Arbeit an dem historischen Bauwerk
anschaulich dargelegt. Von den vier Geschoßen sollen zwei der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Besitzer des Teilstücks des
Hauses (der andere Teil ist in Privatbesitz) ist der Verschönerungsverein
Hohenstein und Umgebung. Armin Kroder dankte dem Verein und allen seinen
Mitstreitern für ihren langjährigen Einsatz zur Erhaltung der Burg
Hohenstein, einem Wahrzeichen des Nürnberger Landes. Vereinsvorsitzender
Georg Maul hat zusammen mit seiner Frau Gertraud in jahrelangem Engagement
darauf hingearbeitet, diesen speziellen Teil der Burg zu erhalten und
öffentlich zugänglich zu machen. Zahlreiche Gespräche mit dem
Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und Anträge für öffentliche
Fördergelder machten es möglich, dass noch in diesem Jahr die
Teil-Sanierung abgeschlossen werden kann – wenn nichts Unvorhergesehenes
dazwischen kommt. Zur Nutzung der Räume werden noch Überlegungen
angestellt.

Die Burg Hohenstein hat eine lange, bewegte Geschichte: Erbaut in der
zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts, kam sie 1553 in den Besitz der Freien
Reichstadt Nürnberg, die für ihre Verwalter das sogenannte „Lange
Haus“ errichten ließen. Nach über 300-jähriger reichsstädtischer
Zugehörigkeit kam die Burg in Besitz des Königreichs Bayern, danach
wurden Teile Privatbesitz. 1983 kaufte der Verschönerungsverein
Hohenstein, der bereits 1901 die Burgkapelle erworben, diese stilgerecht
renoviert und deren kirchliche Nutzung wieder ermöglicht hatte, vom
veräußerungswilligen Freistaat Bayern den Hauptteil der Burg mit dem
Palas. Der Hohensteiner Verein hat mit dem Erwerb erfreulicherweise
sichergestellt, dass die geschichtsträchtige Burg auch weiterhin der
Öffentlichkeit zugänglich ist.

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