05.03.2015

von Landratsamt Nürnberger Land LP

Bildungsregion gut aufgestellt

Der Landkreis Nürnberger Land befindet sich beim Prozess zur staatlichen Zertifizierung als "Bildungsregion" auf der Zielgeraden.


Der Landkreis Nürnberger Land befindet sich beim Prozess zur staatlichen Zertifizierung als "Bildungsregion" auf der Zielgeraden. Im Rahmen des "zweiten Dialogforums", zu dem Landrat Armin Kroder und das Regionalmanagement Nürnberger Land in die Realschule Röthenbach eingeladen hatten, wurde durch rund 150 anwesende Akteure des Bildungswesens einstimmig beschlossen, dass ein entsprechender Antrag an das Kultusministerium gerichtet werden soll.

Ein Jahr lang haben sich weit mehr als hundert Menschen engagiert und intensiv in ihrer Freizeit mit den Strukturen des Bildungswesens im Nürnberger Land beschäftigt. Die dabei in fünf Arbeitskreisen erarbeiteten Projekte, sowie grundlegende Rahmendaten zum Bildungswesen im Nürnberger Land sind Teil einer umfangreichen Bewerbungsschrift, die nun an verschiedene staatliche Stellen zur Prüfung eingereicht wird. In seiner Einführung zu Thema berichtete Landrat Armin Kroder kurz über den zurückgelegten Weg zur Anerkennung des Nürnberger Landes als Bildungsregion. Er dankte allen Beteiligten, die sich ehrenamtlich für Menschen engagieren, sei es im Kinder- Senioren- oder Erwachsenenbereich. "Für die Entwicklung des Landkreises ist Bildung von größter Wichtigkeit", sagte Kroder, "deshalb hat der Kreistag einmütig beschlossen einen Bildungsfonds bereitzustellen, aus dem hilfreich Projekte auch finanziell gefördert werden können."

Der Landkreis Nürnberger Land sei der einzige in Mittelfranken, der Haushaltsmittel für eine Bildungsregion bereitstelle, sagte Hildegund Rüger, Abteilungsdirektorin Bereich Schulen bei der Regierung von Mittelfranken, in ihrem Grußwort. Bernhard Butz, Leitender Ministerialrat im Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, betonte, die Staatsregierung wolle durch den Vorschlag, Bildungsregionen einzurichten, Impulse im Land setzen. Auf dieser Linie war auch der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Mittelfranken und Sprecher der Konferenz der Schulaufsicht Joachim Leisgang. Er wünschte sich, dass die geplanten Projekte zur Förderung und Bereicherung der Bildungslandschaft nicht nur kurzfristig angelegt seien, sondern langfristig bestehen werden.

Der Landkreis Nürnberger Land beteiligt sich an der Initiative Bildungsregionen in Bayern, die 2012 vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Bildungsangebote vor Ort zu vernetzen und die Zukunft der Menschen in der Region mit einem passgenauen Bildungsangebot zu sichern. Idealerweise gestalten alle Akteure gemeinsam ein Bildungsnetz für die Region, um bestmögliche Bildungs- und Teilhabechancen für junge Menschen zu ermöglichen.

Im Rahmen dieser Initiative wurden deshalb folgende fünf Arbeitskreise gebildet: Übergänge organisieren und begleiten / Schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger vernetzen – Schulen in die Region öffnen / Kein Talent darf verloren gehen – jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen / Bürgergesellschaft stärken und entwickeln – Beitrag von Jugendhilfe einschließlich Jugendarbeit, Ganztagsangeboten und generationenübergreifendem Dialog / Herausforderungen des demographischen Wandels annehmen. In diesen Arbeitskreisen wurden mehr als 20 Projekte geplant, die teilweise jetzt schon umgesetzt werden. Die Palette der Themen ist breit gefächert, wie auch die Zielgruppen: von Schülern, Auszubildenden Eltern, Senioren, und Menschen mit Behinderung bis hin zu Bürgern mit Migrationshintergrund. 

Die Arbeitskreise präsentierten ihr jeweiliges Thema an kreativ und bunt gestalteten Ständen und Stellwänden. Vielfältig und bunt war auch das Programm des 2. Dialogforums. Moderator Josua Besmens führte durch den Abend, der musikalisch von der Lehrer-Combo der Musikschule Lauf begleitet wurde. Die Theatergruppe Mimulus der Lebenshilfe Nürnberger Land zeigte in "Die Gauklerblume", einem Theaterstück ohne Worte, dass Menschen mit Behinderung einen wertvollen Teil zu Bildung und Kultur beitragen können.

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